Epp Nurflügler Bau- + Flugweekend mit Friedl (Juni 2008)
Endlich war es
soweit. Nach für mich, monatelangem warten fand das erste Bau- + Flugweekend
in Oberkulm statt. Leider ging es nicht, wie vorgesehen, ins Tessin, da mangels
Teilnehmern sich der Aufwand nicht gelohnt hätte.
Am Weekend
vom 6. + 7. Juni 2008 trafen wir gestaffelt bei Friedl zu Hause in Oberkulm
ein. Vom Platz her war es ideal, jeder Teilnehmer hatte einen eigenen Werkplatz
zur Verfügung. Friedl hatte schon ein "mise en place" gemacht und alle benötigten
Teile warteten darauf zu einem Epp-Nurflügler zusammengebaut zu werden. Auf
Wunsch konnten wir auch passende Servos und den Akku bei Friedl beziehen. Besonders
zu erwähnen ist das am Epp wirklich nichts mehr gemacht werden musste, der Flügel,
die Ausschnitte für die Servos, den Starthaken, den Akku und Empfänger waren
passgenau zugeschnitten.
Der erste Schritt bestand darin die vorgezeichneten Balsastücke für den Flügelabschluss und die Servicedeckel zu bearbeiten, anzupassen und zu verkleben. Auch die Winglets bedurften noch unserer Aufmerksamkeit. Nachher ging es schon weiter mit dem verstärken des Flügels und das besprayen mit Kontaktkleber wurde natürlich auch nicht vergessen. Während das Zusammengefügte trocknete fuhren wir nach Schöftland zu Hope wo wir uns mit Oracover zum bügeln und sonstigem Kleinzeugs eindeckten. Am Samstag braucht man schon Zeit, denn der Shop wimmelte von kauffreudigen Modellbauern.
Zurück vom Shoppen wartete schon ein herrliches Menü auf uns, Spaghettiplausch mit drei herrlichen Saucen. Merci viel mal!! Das ganze wurde durch lustige und herrliche Geschichten aus Friedls Flug- + Bauerfahrungen bereichert. Friedl stand uns laufend mit seinen Tipps und Fingerfertigkeit zur Seite. Wer sonst noch schafft das Bearbeiten der zwei Querruder in 4 Minuten. Nach der Mittagspause folgte der Zuschnitt des Oracovers, der erste zaghafte Versuch des Beklebens der Querruder und das möglichst faltenfreie Übertragen der Folie auf den Epp-Flügel. Auch hierbei stand uns Friedl mit einer geschickten Hand und dem richtigen Gefühl fürs heisse Bügeleisen zur Seite. Die Zeit verging wie im Fluge und schon bald war der erste Tag vorbei und wir drei waren in etwa alle im gleichen Fertigkeitsstadium.
Der Bau unseres RUSH ging unter Anleitung von Friedl flott voran. Wir gaben uns Mühe, das Modell war schliesslich dazu bestimmt, schon am folgenden Tag ausprobiert zu werden. Für jeden, der noch nie ein Modell gebaut hat, ist der Kurs perfekt. Aber auch für Leute wie mich, die schon ein paar Holzmodelle unfreiwillig zerstört haben und auf der Suche nach einem robusten Segelflieger sind. Friedl gab sein Wissen durch viele Tricks weiter. Die ersten Flugtests am Sonntag zeigten, wie gut der RUSH fliegt: Mit dem Gummiseil gestartet, zischt er rasch auf gut 40 m Höhe. Dass das Material robust ist, zeigte sich bei unseren ersten sehr harten Landungen, wo die Modelle teilweise aus 20 m Höhe senkrecht in den Asphalt einschlugen. Jedenfalls sind wir mit je einem 100% flugtüchtigen RUSH nach Hause gekommen. (Hugo)